
Einzigartiges Elektronenmikroskop in Jülich
Forschen an den physikalischen Grenzen der Optik ist seit Kurzem auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich möglich.
Das Elektronenmikroskop PICO erreicht eine Rekordauflösung von 50 Milliardstel Millimetern und ermöglicht Anwendern aus Wissenschaft und Industrie, atomare Strukturen in größtmöglicher Genauigkeit zu untersuchen. Wissenschaftler benötigen präzise Einblicke in die Welt der Atome und die dort ablaufenden Prozesse, um gezielt eingreifen zu können und so zum Beispiel neue Materialien zu entwickeln. Damit sollen technologische Fortschritte in Bereichen wie der Energieforschung oder den Informationstechnologien erzielt werden.
PICO ist eines von derzeit weltweit zwei Geräten, die einen in der Elektronenoptik bislang unvermeidlichen Linsenfehler – die so genannte chromatische Aberration – korrigieren können. Dadurch verbessert sich neben der Auflösung auch die Genauigkeit, mit der sich Atomabstände und Atomverschiebungen messen lassen.
Mit PICO bauen die Betreiber, die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich, ihre internationale Spitzenposition in der ultrahochauflösenden Elektronenmikroskopie weiter aus.

